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Matthias Heinrich/Cello , Folker Bakowski/Gitarre
Eine bemerkenswerte Debut-CD des Freiburger Duos.
Sämtliche Werke dieser CD sind Originalkompositionen für Violoncello
und Gitarre, die in diesen Stücken eine quasi gleichberechtigte Partnerschaft
eingehen.
Die Auswahl der Stücke erfolgte unter dem Aspekt, dem interessierten
Hörer ein möglichst breites Spektrum unterschiedlichster Kompositionsstile
zu bieten - ausgehend von der traditionellen Tonalität über die
Dodekaphonie bis hin zur Vierteltönigkeit. Bemerkenswert auch die Erstaufnahme
der Komposition liht(j)a von Andreas Fervers.
Zwischen staunenswerter Virtuosität und schwelgerischem Pathos, zwischen
kühler Abstraktion und sehnsuchtsvoller Klangsinnlichkeit, entsteht so
ein faszinierendes Kaleidoskop der Mannigfaltigkeit und Qualität der
Cello-Gitarren-Musik des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts.
Nur selten wird eine Unterscheidung zwischen Solo- und Begleitinstrument
hörbar. Manche Komponisten bemühen sich eher, die Kontraste zu mildern
und spezifische Artikulationstechniken ( wie etwa das Pizzicato) auf
das andere Instrument zu übertragen und so eine
Annäherung und einen Ausgleich zwischen Cello und Gitarre zu schaffen
(Zenamon, Gnattali) . Andere erreichen eine Verschmelzung trotz unterschiedlicher
Spielweisen (Smith-Brindle, Fervers).
Matthias Heinrich ist erster Solocellist der Baden-Badener Philharmonie.
Daneben arbeitete er mit Ensembles für zeitgenössische Musik zusammen.
So 1984 1987 am Institut für neue Musik in Freiburg , mit Konzerten
unter anderem bei den Darmstädter Musiktagen.
Folker Bakowski studierte Gitarre am Hamburger Konservatorium. Danach setzte
er das Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg bei
Professor Sonja Prunnbauer fort. Die Künstlerische Reifeprüfung
legte er
»mit Auszeichnung« ab. Folker Bakowski gibt regelmäßig
Solokonzerte, hauptsächlich mit Werken des 20. Jahrhunderts. Er trat
wiederholt bei den »Bad Hersfelder Festspielkonzerten« auf und
konzertiert mit verschiedenen Kammermusikbesetzungen im In- und Ausland.
Jaime Zenamon: Reflexoes Nr6
Dusan Bogdanovic: Quartre pieces intimes
Reginald Smith Brindle: Ten String Music
Carlo Domeniconi: Fünf Stücke für Cello und Gitarre
Max Baumann: Duo für Gitarre und Cello
Andreas Fervers: liht(j)a
Radames Gnattali: Sonata for Guitar and Violoncello
Ausführliches, zweisprachiges Booklet (16 Seiten)
Spielzeit: 56 Minuten
Erschienen September 2001
Gitarre und Violoncello: Ungewöhnlich, aber interessant und reizvoll.
Auf ihrer Debut-CD präsentieren die beiden Musiker eine beachtliche Palette
unterschiedlichster Kompositionsstile und Klangspektren, eine breit angelegte
Werkschau mit Originalkompositionen speziell für diese Besetzung. Erstaunlich,
wie groß die Ausbeute ist: Unbekannte Werke, unbekannte Namen aus zahlreichen
Nationen....Die spezifische Stärke des Duos ist sein beachtliches Maß
an klanglicher Homogenität, gepaart mit excellenter Spieltechnik, stilistische
und technische Souveränität ....
CD-Tipp im SWR 2 , September 2001
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