Die Trommelkunst Samulnori (Spiel der vier Dinge) basiert auf traditioneller koreanischer Perkussionsmusik der Bauern. Es ist eine wuchtige, spirituelle Musik, deren Sinn die Zusammenführung von Mensch und Natur bei Zeremonien und Festen ist. Aus diesem Ursprung heraus hat sich die heutige Bühnenmusik entwickelt, die nicht die spektakuläre Vorführung gewagter Sprungtänze der Trommler hat (wie im ursprünglichen, schamanischen Kontext), sondern den musikalischen Kern ins Zentrum stellt.
Gespielt werden immer die gleichen vier Instrumente, die symbolisch für vier Elemente der Natur stehen. Durch das Zusammenspiel soll Harmonie dieser Elemente hergestellt werden- der Mensch führt Himmel und Erde zusammen. Doch, bei aller bedeutungsschwanger-spirituellen Aufladung: Das Ergebnis ist durchaus erdig und klingt nicht nach meditativer Versunkenheit! Im Gegenteil - die Musik hat einen wuchtigen Beat und mitreissenden Groove, der seinesgleichen sucht. Durch die Zusammenstellung extrem unterschiedlicher Perkussionsinstrumente entsteht ein Schlagzeug-ähnlicher Gesamtklang.
Die Instrumente Kwänggari und Jing aus Metall stehen für den Himmel. Hingegen symbolisieren die Tschanggo und das Buk aus Holz und Fellen die Erde. Jedes Instrument einzeln wiederum steht für eines der vier Elemente "Blitz, Wind, Regen und Wolken", die zusammenwirkend die bösen Geister vertreiben und die guten herbeirufen, um das Wohl des Dorfes zu sichern und eine gute Ernte (= Wohlstand) zu ermöglichen.
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