Rüdiger Oppermann (KlangWelten Festival 2003)RÜDIGER OPPERMANN
(Europa)
Harfen, Moderation

Rüdiger Oppermann ist der spiritus rector der KlangWeltenFestivals, und seit 25 Jahren unermüdlicher Promotor seines Instruments. Er gilt als "Deutscher Meister der Keltischen Harfe" und international als einer der bedeutendsten und innovativsten Harfenisten. Er hat als erster die Keltische Harfe in Deutschland populär gemacht und afrikanische und indische Strukturen sowie Ideen des Jazz, der experimentellen Musik und der "minimal music" auf sein Instrument übertragen. Er ist ein „Grenzüberschreiter“ aus Überzeugung , Pionier einer multikulturellen, völkerverbindenden Musik. Auf jahrelangen Reisen durch Afrika und Asien hat er intensiv die Musik vieler Völker erlernt und ihr Leben mitgelebt. Auf seinen Harfenstil hat das deutlich abgefärbt. Anders als üblich, beschäftigt sich seine Musik weniger mit der Interpretation der vorhandenen Harfenliteratur, er spielt keine rauschenden Arpeggien , keinen Irish Folk und keine Hintergrund-Entspannungsmusik. Stattdessen beschäftigt er sich mit genauer, intensiver, solistischer Tonformung , groovigen Rhythmen, ausgefallenen Arrangements und neuen Klängen.

Auf 39 veröffentlichten Tonträgern und in unzähligen Konzerten rund um den Globus hat er Maßstäbe gesetzt für Virtuosität, Schönheit des Harfenklangs und Mut zum Experiment .

Seine Instrumente stammen aus der eigenen Werkstatt. Die kleine "Irische Harfe" mit Nylonsaiten ist ca. 20 Jahre alt. Die "große" Harfe mit vergoldeten Bronzesaiten ist eine eigene Entwicklung, basierend auf den alten Bardenharfen, aufwendig beschnitzt und mit einer neuentwickelten Mechanik versehen, die es erlaubt, einzelne Töne zu "ziehen" wie im Blues oder in der indischen Musik. Diese Harfe ("AWEN") ist ein Einzelstück in der Harfenwelt. Er hat sie 1987 gebaut.

Seit zwei Jahrzehnten experimentiert er auch mit der Verfremdung von Harfenklängen, z.B. durch Präparierung der Instrumente mit eingefädelten Papierstreifen ("Zongo" 1981), Radiergummis, absichtlichen Verstimmungen ("Requiem"), Microtönen ("Solar Winds"), und elektronischen Effektgeräten . Auf seinen ausgedehnten Reisen auf den Spuren der Harfe rund um den Globus hat er - neben einem Schatz an Fotodokumentationen und Feldaufnahmen - auch Europas größte Privatsammlung ethnischer Harfen zusammengetragen.

Als Harfenist ist R.Oppermann Autodidakt, denn es gab 1973, als er die Keltische Harfe entdeckte, in Deutschland weder Unterricht noch Instrumente zu kaufen. Mit sanftem Druck wurde er als Kind zur Klassischen Musik mit Klavier und Cello geschoben. Dazu verschaffte er sich einen Ausgleich als improvisierender Blueser, später als fahrender Straßenmusikant . Fünfzehn Jahre lang präsentierte er die verschiedenen Stilrichtungen auf unterschiedlichen Instrumenten (afrikanische Musik auf afrikanischen Instrumenten, Improvisationen auf dem Klavier, Strassenmusik mit Drehleier, Irische Musik mit der Harfe ) .

Nach dieser „Lehrzeit“ begann er, nun als ausgereifter Harfensolist, Improvisator und Komponist, die weit auseinander liegenden Welten von improvisierter, durchstrukturierter und ethnischer Musik zu verbinden . Er entwickelte für die Harfe eine spezielle Spiel- und Kompositionstechnik, und begann, mit Musikern aus aller Herren Länder zusammenzuspielen, die er nach Deutschland holte. Das erste Internationale Harfenfestival organisierte er 1979, das erste KlangWeltenFestival 1987.
Rüdiger Oppermann hat mit vielen Musikern aus den Bereichen Jazz, Klassik, und traditioneller Musik zusammengearbeitet. Mit Jatinder Thakur verbindet ihn eine 20-jährige Zusammenarbeit und Freundschaft.

Zur Vorbereitumg des KlangWeltenFestivals reiste er im Frühjahr 2004 zu den Cook Islands (Südsee).
Mit der Vorbereitung des KlangWeltenFestivals verbringt er ca 6 Monate im Jahr.

(Weitere Informationen auf der Rüdiger Oppermann -Seite)


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